Der Verein Deutsche Sprache in Sachsen-Anhalt
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Meldungen 2017

 Luther und die deutsche Sprache zum Tag der deutschen Sprache

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 9. September um 16 Uhr im Dorint-Hotel Halle ● Verein Deutsche Sprache am 10. September mit Infostand beim Fontänefest in Halle 

In ihrer Reihe „Kultur und Zeitgeschehen“ lädt die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt aus Anlass des Tages der deutschen Sprache am 9. September zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein. VDS-Vorstandsmitglied Dr. Reiner Pogarell wird unter dem Titel „Luther und die Deutsche Sprache“ im Jahr des 500. Reformationsjubiläums aufzeigen, welche Auswirkungen Luthers Schaffen auf unsere sowie auf andere Sprachen hatte. Der Vortrag beginnt um 16 Uhr im Raum „Burg Wettin“ im Dorint-Hotel Charlottenhof in der Dorotheenstraße 12 in Halle (Saale). Der Eintritt ist frei. Der Referent studierte Germanistik und engagiert sich seit vielen Jahren im Predigtvorbereitungskreis der evangelischen Kirchengemeinde in Paderborn. 

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Alle, denen die deutsche Sprache am Herzen liegt und am Verein Interessierte sind herzlich eingeladen, am darauffolgenden Tag, dem 10. September, den Informationsstand des VDS beim Fontänefest auf der halleschen Ziegelwiese zu besuchen. Von 13 bis 18 Uhr stehen ein Mitglied des Bundesvorstandes und Vereinsmitglieder der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt für persönliche Gespräche zur Verfügung und halten Informations- sowie Werbematerial bereit. 

Im September steht die Sprache im Mittelpunkt

Weltalphabetisierungstag, Europäischer Tag der Sprachen und Tag der deutschen Sprache stehen für Bildung und kulturelle Vielfalt: Festspiel der deutschen Sprache in Bad Lauchstädt ● Luther und die deutsche Sprache in Halle ● Schöne deutsche Sprache in Köthen

Abb.: Maksym Yemelyanov - Fotolia.com

Im September richtet sich das Augenmerk mit zahlreichen Gedenktagen auf die kulturelle Vielfalt, die in der jeweiligen Landessprache ihren Ausdruck findet. Die UNESCO, der Europarat, der Verein Deutsche Sprache und viele weitere Initiativen setzen sich seit Jahrzehnten mit zahlreichen Aktionen für sprachliche Bildung und Vielfalt ein. Seit 1965/66 weist die UNESCO weltweit alljährlich am 8. September mit dem Weltalphabetisierungstag auf die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Analphabetismus hin. Mit Beschluss des Europarats wurde 2001 entschieden, jährlich am 26. September einen Europäischen Tag der Sprachen zu feiern. Damit soll der Öffentlichkeit die Bedeutung des Sprachenlernens bewusstgemacht und durch Mehrsprachigkeit das interkulturelle Verständnis gefördert werden. Außerdem gilt es, die sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas zu fördern, zu erhalten und zu pflegen. In diesem Sinne wurde 2001 auf Initiative des Vereins Deutsche Sprache (VDS) der Tag der deutschen Sprache ausgerufen. Er erinnert jeweils am zweiten Sonnabend jeden Jahres daran, sich der Sprachpflege, des Sprachbewusstseins und der sorgsamen Sprachentwicklung im Sinne der sprachlichen Vielfalt zu besinnen.

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 Regine Heinecke lässt Worte zu Bildern werden

Würdigung ihres künstlerischen Lebenswerkes im Schloss Voigtsberg in Oelsnitz/Vogtland

Regine Heinecke | Foto: Privat

Der Verein Deutsche Sprache ist seit dem Frühjahr 2017 um ein vor allem im Osten Deutschlands weithin bekanntes Mitglied reicher: Regine Heinecke. Sie hat sich als Malerin, Grafikerin und Illustratorin einen Namen gemacht hat und spürt seit jeher eine innige Beziehung zu Wörtern und Literatur. „Worte werden Bilder – das ist mein Lebenselixier seit meiner Kindheit. Doch wollte ich in meinen Illustrationen immer eine Geschichte neben dem Text erzählen, nicht nur eine bloße Abbildung schaffen“, betont die eloquente 81-jährige Künstlerin. Freundschaftliche Bande knüpfte Heinecke mit dem im März 2016 verstorbenen, seit den 1960-er Jahren in Halle lebendenden Schriftsteller und Lyriker Dieter Mucke. Aus dieser Freundschaft entstanden gemeinsame Buchprojekte wie „Der Dunkel Munkel“ und „Die Sorgen des Teufels“.

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KATHI wird für vorbildlichen Sprachgebrauch geehrt

Geschäftsführer Marco Thiele wird vom Verein Deutsche Sprache zum Sprachvorbild gekürt 

Arne-Grit Gerold, Marco Thiele, Dr. Reiner Pogarell (v.l.n.r.) | Foto: Jörg Bönisch

Im Beisein von Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle (Saale), zeichnete der Verein Deutsche Sprache (VDS) am 7. Juli das hallesche Traditionsunternehmen KATHI Rainer Thiele GmbH für die hohe Qualität seiner sprachlichen Außendarstellung als „Sprachvorbild“ aus. Die Auszeichnung wurde dem Geschäftsführer Marco Thiele vom VDS-Vorstandsmitglied Dr. Reiner Pogarell (Institut für Betriebslinguistik) überreicht: „Das Unternehmen zeigt mit seiner ‚Familie feiner Backideen‘, dass zu natürlichen, ehrlichen und angenehmen Produkten am besten eine natürliche, ehrliche und angenehme Sprache passt.“ Kathi steht für eine klare und verständliche Ansprache der Kunden, verzichtet auf leere Phrasen und Füllwörter sowie auf sogenannte „denglische“ Wortschöpfungen. „Wir freuen uns außerordentlich, vom VDS heute als Sprachvorbild ausgezeichnet zu werden. Diese große Ehre spornt uns auch weiterhin dazu an, in und für unsere Region auf vielschichtige Weise Verantwortung zu übernehmen“, bedankte sich Thiele.

Im Juni 2015 wurde bereits Dr. Bertram Thieme als Direktor des Dorint-Hotels „Charlottenhof“ in Halle (Saale) für seinen vorbildlichen Umgang mit der deutschen Sprache als „Sprachvorbild“ ausgezeichnet. 

August Hermann Francke reformierte die Bildung

Professor Helmut Obst (l.), und Jörg Bönisch (r.)

Seit Herbst vergangenen Jahres sind die Franckeschen Stiftungen zu Halle Mitglied im Verein Deutsche Sprache. Vereinsmitglied Jörg Bönisch sprach mit Professor Helmut Obst, dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftungen, über Luther, Francke, Reformation, Bildung und deutsche Sprache.

Es ist schon erstaunlich, wie sich über Jahrhunderte die inhaltlichen Auseinandersetzungen ähneln: Von Martin Luther (1483 – 1546) über August Hermann Francke (1663 – 1727) wird bis heute kontrovers über bildungs- und sprachpolitische Inhalte diskutiert. Bereits in den zwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts gab Luther dem „christlichen Adel deutscher Nation“ und den „Ratsherrn aller Städte deutschen Landes“ in seinen Schriften wichtige Impulse für eine Reform des Bildungswesens. Francke griff diese Gedanken auf. 

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Deutsch für alle!

Prof. Walter Krämer, VDS-Vorstandsvorsitzender | Foto: Jörg Bönisch

Der Verein Deutsche Sprache e. V. präsentierte zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar sein Jahresmotto 2017: „Deutsch für alle!“. Dieser Leitspruch soll die Projekte und Veranstaltungen des Vereins Deutsche Sprache e. V. im laufenden Jahr bündeln.

„Wir sorgen mit Stipendien für die Verbreitung des Deutschen im Ausland, wir fördern ehrenamtliche Deutschlehrer in der Flüchtlingsarbeit, aber vor allem setzen wir uns dafür ein, dass die deutsche Sprache hierzulande besser gepflegt wird“, sagte der VDS-Vorsitzende Prof. Dr. Walter Krämer. „Die Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache werden auch 2017 zur Stelle sein, wenn die deutsche Sprache von öffentlichen Stellen entwertet oder von bestimmten Interessengruppen für ideologische Zwecke missbraucht wird“, so Krämer.

Krämer rief die weltweit 36.000 Mitglieder des größten deutschen Sprach- und Kulturvereins dazu auf, sich in die Diskussion über den Erhalt und die Weiterentwicklung der deutschen Sprache einzubringen. „Wir sind eine Graswurzelbewegung“, so Krämer, „und leben von der Beteiligung und den Ideen unserer Sprachfreunde.“

Doppeljubiläum 2017: 20 Jahre VDS, 10 Jahre VDS in Sachsen-Anhalt

Im zwanzigsten Jahr des Bestehens des Vereins Deutsche Sprache kann auch die Regionalgruppe in Sachsen-Anhalt auf ein ereignisreiches Jahrzehnt zurückblicken. Eine Vereinschronik gibt einen Überblick über die regionalen Aktivitäten der ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder. Im Archiv stehen die Beiträge ab 2010 ebenfalls zum Nachlesen bereit.

Die aktuelle VDS-Regionalleitung Sachen-Anhalt: Bernd Eggeling, Arne-Grit Gerold und Jörg Bönisch (v.l.n.r.) | Foto: Wolfgang Müller-Bönisch

Am 4. Mai 2007 legten Arne-Grit Gerold (in der Bildmitte) und Gerald Prüter in Halle den Grundstock für das regionale Wirken des VDS. Anknüpfend an die Tätigkeit der vergangenen Jahre, wird am 7. Juli 2017 die Verleihung des „Sprachvorbildes“ stattfinden, eines Preises für den respektvollen Umgang mit unserer Mutter- und Landessprache. Dieser Preis wurde 2015 in Sachsen-Anhalt erstmals an das Dorint-Hotel Charlottenhof in Halle verliehen.

Zum Tag der deutschen Sprache wird die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Kultur und Zeitgeschehen“ fortgesetzt. Am 9. September beschäftigt sich eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Reformationsjubiläums mit dem Thema „Luther und die deutsche Sprache“. Traditionell wird sich die VDS-Regionalgruppe Sachsen-Anhalt mit einem Informationsstand beim diesjährigen Fontänefest am 10. September auf der Ziegelwiese in Halle beteiligen. Ebenso lädt am zweiten Septemberwochende unser Vereinsmitglied Kammersängerin Edda Moser zum mittlerweile zwölften Festspiel der deutschen Sprache nach Bad Lauchstädt in das Goethe-Theater ein.