Der Verein Deutsche Sprache in Sachsen-Anhalt
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Bücherfrühling Sachsen-Anhalt 2018 eröffnet

Rainer Robra eröffnete den Bücherfrühling 2018 | Foto: Jörg Bönisch

Am 21. März hat Rainer Robra, Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt, den Bücherfrühling 2018 im Touristikzentrum am Geiseltalsee in Braunsbedra feierlich eröffnet (Einladung/Programm). Robra hob dabei die Bedeutung von Büchern, Schreib- und Lesekompetenz sowie der Sprache auch beziehungsweise gerade  im Zeitalter der Digitalisierung hervor. Schülerinnen und Schüler stellten Ergebnisse der Schreibwettbewerbe der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen e. V. (NFG) und des Friedrich-Bödecker-Kreises e. V. (FBK) vor. Ebenso wurde das gemeinsam vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) und FBK herausgegebene „Lese-Futter 2018“  präsentiert. Die zwölfte Ausgabe der Publikation rund um Literaturvermittlung, Lesemotivation und Leseförderung enthält auch einen umfangreichen Beitrag über den Verein Deutsche Sprache und aktuelle sprachpolitische Entwicklungen.

Schluss mit „Richtig gendern“! 

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) nutzt die Leipziger Buchmesse vom 15. bis 18. März 2018 in Halle 5 am Stand E101, um den vom Duden-Verlag im Herbst 2017 herausgebrachten Band „Richtig gendern“ zu kritisieren. Nach Ansicht das VDS darf es nicht sein, dass das vermeintliche Aufsichtsorgan „Duden“ nun derart massive Eingriffe in das Gefüge der deutschen Sprache quasi legitimiert, ja sogar dazu aufmuntert! Ein völlig überflüssiger Ratgeber, der die Rechtschreibung und Grammatik auf den Kopf stellt, aber mit „Wie Sie angemessen und verständlich schreiben“ titelt. 

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VDS und IFB Verlag Deutsche Sprache bei der Leipziger Buchmesse

Vom 15. bis 18. März 2018 präsentiert sich der Verein Deutsche Sprache (VDS) zusammen mit dem verbündeten IFB Verlag Deutsche Sprache auf der Buchmesse in Leipzig. Die Sprachfreunde erwarten ihre Besucher in Halle 5 am Stand E101. Neben aktuellen Informationen zu Sprache und Sprachpolitik aus Sicht des VDS wird dort auch das Verlagsprogramm des IFB Verlags präsentiert. „Wir wollen mit unseren Büchern zeigen, was für ein großartiges Kulturgut wir mit unserer Sprache haben, und dass es gut und wichtig ist, sich dafür einzusetzen“, erläutert Dr. Reiner Pogarell, IFB-Verlagsleiter und VDS-Vorstandsmitglied.

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VDS erhielt von der Halleschen Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT Spendenscheck

Fred Freiheit und Dirk Neumann von der HWF mit Arne-Grit Gerold vom VDS (v.l.n.r.) | Foto: Jörg Bönisch

Im Rahmen der Aktion „Fred Freiheit bringt die Silberlinge“ übergab Dirk Neumann, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT e. G. (HWF), der Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des Vereins Deutsche Sprache e. V. am 19. September eine Spende über 1.000 Euro. Den symbolischen Spendenscheck nahm Arne-Grit Gerold, die Leiterin der Regionalgruppe, dankbar entgegen: „Wir freuen uns sehr über diese großzügige finanzielle Zuwendung und werden sie sinnstiftend für ein Kinder- und Jugendprojekt zur Förderung der deutschen Sprache verwenden.“ Jörg Bönisch, Mitglied im VDS-Bundesvorstand, ergänzte: „Im deutschen Bildungssystem, an den Schulen gibt es riesige Defizite, die es gilt, auszugleichen. Es gibt Sprachlernschwierigkeiten, in den Elternhäusern wird kaum noch vorgelesen, die Kinder und Jugendlichen haben Schwierigkeiten, sich auszudrücken, Schreiben zu lernen. Da gibt es genügend Anknüpfungspunkte, dieses Geld hier in der Region, in Halle einzusetzen.“ Neumann begründete die Spende damit, dass die deutsche Sprache ein Stück kulturelle Identität sei: „Wir unterstützen damit das ehrenamtliche Engagement für den Erhalt und für die Weiterentwicklung der deutschen Sprache. Denn gute Sprachkenntnisse sind der Schlüssel für schulischen und beruflichen Erfolg sowie zur gelingenden Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft.“ 

Geschlechtergerechte Sprache wird mehrheitlich abgelehnt

Abb.: ShuaiGuo - pixabay.com

Schon lange kritisiert der Verein Deutsche Sprache die Einführung der geschlechtergerechten Sprache in politischen und öffentlichen Einrichtungen. Auch die Sprachnachrichten befassen sich schwerpunktmäßig mit diesem leidigen Thema. Dass die Gendersprache auch in weiten Teilen der Bevölkerung abgelehnt wird, hat im September 2017 eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergeben. Demnach lehnen 42 Prozent der Befragten Binnen-I und Gender_Gap (Geschlechter-Lücke) ab, wohingegen nur 14 Prozent die sprachliche Anpassung „voll und ganz“ befürworten. Dabei gab es erkennbare Unterschiede hinsichtlich Alter und Geschlecht der Befragten. Den größten Zuspruch findet die geschlechtsneutrale Sprache bei Frauen unter 35.

In seinem Buch »Genug gegendert« beleuchtet Tomas Kubilek die Ursprünge der feministischen Sprachkritik und entkräftet mit zahlreichen, wissenschaftlich fundierten Argumenten deren Behauptungen. Aus dem Klappentext: „Gendern nervt. Gendern macht guten Stil unmöglich. Trotzdem setzt sich die Frauensprache immer mehr durch: in Schulbüchern, an Universitäten, in Gesetzestexten, in den Medien. All das im Namen der Gleichberechtigung. Doch fördert Gendern wirklich die Frauenemanzipation? Welche Ziele verfolgen die Verfechter der Frauensprache wirklich? Und wie überzeugend sind ihre Argumente? Ein leidenschaftliches Plädoyer für ein gutes und klares Deutsch. Voller griffiger Argumente und abschreckender Beispiele.“ Erschienen ist das lesenswerte Buch 2015 in einer Neuauflage im Projekte-Verlag Jena. ISBN: 978-3-94597-102-4.

Tomas Kubilek, 1976 in der Slowakei geboren, wuchs in Stuttgart auf und studierte Germanistik und Mathematik an der Universität Wien. 2005 promovierte er zum Dr. phil.

Rund um den Tag der deutsche Sprache 2017

Festspiel der deutschen Sprache

Vom 4. bis 10. September fand im Goethe-Theater in Bad Lauchstädt das „Festspiel der deutschen Sprache“ statt. Höhepunkt war am 8. September die szenische Lesung von Johann Wolfgang von Goethes „Torquato Tasso“. Es war ein Genuss, wie die grandiosen Schauspieler Markus Meyer, Rainer Sellien, Sunnyi Mellies, Nina Hoger und Bernt Hahn (v.l.n.r.) das Publikum mit ihrer Stimmgewalt verzückten. Welches sich für diesen wundervollen Abend mit donnerndem Applaus bedankte.

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Luther und die deutsche Sprache

In ihrer Reihe „Kultur und Zeitgeschehen“ lud die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt aus Anlass des Tages der deutschen Sprache am 9. September zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung in das Dorint-Hotel Charlottenhof in Halle (Saale) ein. VDS-Vorstandsmitglied Dr. Reiner Pogarell (re.) hat in unterhaltsamer Weise aufgezeigt, welche Wirkungen Luthers Schaffen auf unsere Sprache noch bis heute hat. Mehr als 30 Besucher hörten interessiert zu und diskutierten anschließend mit Dr. Pogarell.

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Verein Deutsche Sprache beim Fontänefest

Auch in diesem Jahr war die Regionalgruppe Sachsen-Anhalt des VDS mit einem Informationsstand beim Fontänefest am 10. September in Halle (Saale) dabei. Über 200 Besucher suchten das persönliche Gespräch, informierten sich über die Vereinsziele oder nahmen sich Informationsmaterial mit. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Karamba Diaby (2.v.l.) - hier mit den Standbetreuern Arne-Grit Gerold (li.), Jörg Bönisch (2.v.r.) und Ulf Lange (re.) - stattete dem VDS-Stand einen Besuch ab.

Fotos. Jörg Bönisch (2), Tim Gunreben (1)

Regine Heinecke lässt Worte zu Bildern werden

Würdigung ihres künstlerischen Lebenswerkes im Schloss Voigtsberg in Oelsnitz/Vogtland

Regine Heinecke | Foto: Privat

Der Verein Deutsche Sprache ist seit dem Frühjahr 2017 um ein vor allem im Osten Deutschlands weithin bekanntes Mitglied reicher: Regine Heinecke. Sie hat sich als Malerin, Grafikerin und Illustratorin einen Namen gemacht hat und spürt seit jeher eine innige Beziehung zu Wörtern und Literatur. „Worte werden Bilder – das ist mein Lebenselixier seit meiner Kindheit. Doch wollte ich in meinen Illustrationen immer eine Geschichte neben dem Text erzählen, nicht nur eine bloße Abbildung schaffen“, betont die eloquente 81-jährige Künstlerin. Freundschaftliche Bande knüpfte Heinecke mit dem im März 2016 verstorbenen, seit den 1960-er Jahren in Halle lebendenden Schriftsteller und Lyriker Dieter Mucke. Aus dieser Freundschaft entstanden gemeinsame Buchprojekte wie „Der Dunkel Munkel“ und „Die Sorgen des Teufels“.

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KATHI für vorbildlichen Sprachgebrauch geehrt

Geschäftsführer Marco Thiele wird vom Verein Deutsche Sprache zum Sprachvorbild gekürt

Arne-Grit Gerold, Marco Thiele, Dr. Reiner Pogarell (v.l.n.r.) | Foto: Jörg Bönisch

Im Beisein von Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle (Saale), zeichnete der Verein Deutsche Sprache (VDS) am 7. Juli 2017 das hallesche Traditionsunternehmen KATHI Rainer Thiele GmbH für die hohe Qualität seiner sprachlichen Außendarstellung als „Sprachvorbild“ aus. Die Auszeichnung wurde dem Geschäftsführer Marco Thiele vom VDS-Vorstandsmitglied Dr. Reiner Pogarell (Institut für Betriebslinguistik) überreicht: „Das Unternehmen zeigt mit seiner ‚Familie feiner Backideen‘, dass zu natürlichen, ehrlichen und angenehmen Produkten am besten eine natürliche, ehrliche und angenehme Sprache passt.“ Kathi steht für eine klare und verständliche Ansprache der Kunden, verzichtet auf leere Phrasen und Füllwörter sowie auf sogenannte „denglische“ Wortschöpfungen. „Wir freuen uns außerordentlich, vom VDS heute als Sprachvorbild ausgezeichnet zu werden. Diese große Ehre spornt uns auch weiterhin dazu an, in und für unsere Region auf vielschichtige Weise Verantwortung zu übernehmen“, bedankte sich Thiele.

Im Juni 2015 wurde bereits Dr. Bertram Thieme als Direktor des Dorint-Hotels „Charlottenhof“ in Halle (Saale) für seinen vorbildlichen Umgang mit der deutschen Sprache als „Sprachvorbild“ ausgezeichnet.

 August Hermann Francke reformierte die Bildung

Professor Helmut Obst (l.) und Jörg Bönisch (r.)

Seit Herbst 2016 sind die Franckeschen Stiftungen zu Halle Mitglied im Verein Deutsche Sprache. Vereinsmitglied Jörg Bönisch sprach mit Professor Helmut Obst, dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftungen, über Luther, Francke, Reformation, Bildung und deutsche Sprache.

Es ist schon erstaunlich, wie sich über Jahrhunderte die inhaltlichen Auseinandersetzungen ähneln: Von Martin Luther (1483 – 1546) über August Hermann Francke (1663 – 1727) wird bis heute kontrovers über bildungs- und sprachpolitische Themen diskutiert. Bereits in den zwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts gab Luther dem „christlichen Adel deutscher Nation“ und den „Ratsherrn aller Städte deutschen Landes“ in seinen Schriften wichtige Impulse für eine Reform des Bildungswesens. Francke griff diese Gedanken auf. 

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Eine sprachgeschichtliche Reise durch Sachsen-Anhalt

Wo kommt sie her, die deutsche Sprache? Und wer waren die treibenden Personen? Mit einer kleinen literarischen Reise durchs Land und durch die Jahrhunderte geht es zu den Anfängen der Sprache im heutigen Sachsen-Anhalt: Merseburger Zaubersprüche, erste Prosa in Deutsch, Eike von Repgows Sachsenspiegel, Neue Furchtbringende Gesellschaft, Gleim, Winckelmann, Goethe und Schiller, Nathusius, Novalis, Reichardts Garten, Goethe-Theater Bad Lauchstädt, Literaturhaus Magdeburg und viele mehr.

Eine knapp 20-minütige sehenswerte Reportage des „Stadtfernsehens mit Kultur” aus Magdeburg kulturmd im Auftrag der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur Sachsen-Anhalt.

Quelle: YouTube/kulturmdTV

Deutsches Musik Radio auf Sendung

VDS mit eigenem Radiosender für deutschsprachige Musik 

Während in anderen Ländern eine Quote zur Regelung fremdsprachiger Musik gängig ist, hört man in deutschen Radios noch immer viel weniger deutschsprachige als englische Texte – und das, obwohl seit zwei Jahren mehr Titel in deutscher als in anderen Sprachen verkauft werden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Verein Deutsche Sprache eine eigene Online-Radiostation ins Leben gerufen.

In Zusammenarbeit mit dem Wittener Unternehmen „Radioprofis“ sendet das „Deutsche Musik Radio“ (DMR) rund um die Uhr Unterhaltung und richtet sich mit Klassikern sowie aktuellen Hits der deutschsprachigen Musik an jede Altersgruppe. Neben Service-Tipps, Neuigkeiten und wissenswerten Fakten rund um die deutsche Sprache und Kultur, stellt die wöchentliche Sendung mit Frank Papke einen besonderen Programmpunkt dar. In „Schlagerclub mit Frank“ widmet sich der bekannte Fernsehmoderator den größten Spitzenschlagern.

Adresse zum Reinhören: www.deutschesmusikradio.de